Schwangerschaft und Elternsein (♀ / ♂)

Welche Besonderheiten gibt es als Tierärztin (und als Tierarzt) zu beachten?

 

VOR DER SCHWANGERSCHAFT

1) PLANBARKEIT

Eine Schwanger­schaft ist nicht immer plan­bar, vor allem nicht WANN sie ein­tritt. Es kann Monate oder Jahre dauern, bis es klappt. Wenn du deinem Arbeit­ge­ber vol­lkom­men ver­traust, kannst du ihm von deinen Fam­i­lien­plä­nen erzählen – so kann er sich schon mal auf die Verän­derun­gen ein­stellen, und zum Beispiel deine Arbeitsabläufe umstellen (siehe sicher­er Arbeit­splatz) oder eine Vertre­tung für dich suchen. Du bist aber NICHT verpflichtet über deine Fam­i­lien­pla­nung zu reden, und du gehst damit im schlimm­sten Fall das Risiko ein­er Kündi­gung ein (wenn der AG beispiel­sweise eh ger­ade Per­son­al stre­ichen will). Der geset­zlicheKündi­gungss­chutz begin­nt näm­lich erst wenn du wirk­lich schwanger bist. Über­lege dir also gut, ob du deinem AG von deinen Plä­nen erzählst.

BaT-TIPP! Es kommt manch­mal vor, dass der AG vorschlagt einen Ersatz-Tier­arzt auf 50% einzustellen, der sobald du ins Beschäf­ti­gungsver­bot gehst auf deine 100% aufge­stockt wird. Das ist generell sin­nvoll, allerd­ings soll­test du dir genau uber­legen ob du dich in dem Zuge auch auf eine evtl. vorgeschla­gene Ver­min­derung dein­er Arbeit­szeit ein­lassen soll­test. Im Beschäf­ti­gungsver­bot wird dir das durch­schnit­tliche Gehalt der let­zten 13 Wochen vor Ein­tritt gezahlt (vom AG, dieser bekommt es von der Krankenkasse erstat­tet). Daher fällt dein Gehalt im Beschäf­ti­gungsver­bot niedriger aus, soll­test du vorher auf Teilzeit reduziert haben! Auch ist zu beacht­en, dass du nur ein Anrecht auf genau die gle­iche Stelle (Vol­lzeit, Teilzeit), die du vor dein­er Schwanger­schaft hat­test hast wenn du nach der Elternzeit zurück kommst. Es ist daher zu evaluieren, ob dies ein indi­vidu­elle Vor- oder Nachteil für einen sein kann.

2) GESUNDHEIT

Als Tier­arzt mit Kinder­wun­sch ist es beson­ders wichtig auf seine Gesund­heit zu acht­en, egal ob Mann oder Frau. Du hast oft mit fer­til­itäts­bee­in­flussenden Chemikalien und Medika­menten zu tun, sowie mit infek­tiösen Krankheit­en. Zieh dir also wirk­lich immer(!) Hand­schuhe an bei Hor­mon­ap­p­lika­tio­nen, Nachge­burtsver­hal­ten usw., und achte auf die Strahlen­sicher­heit beim Rönt­gen.

BaT-TIPP! Auch die Schild­drüsen­funk­tion und dein Impf- und Tox­o­plas­moses­ta­tus kön­nen deine Frucht­barkeit bee­in­flussen, und lassen sich durch eine Blu­tun­ter­suchung schnell über­prüfen.

3) GEHALT ANPASSEN

Nur dein steuerpflichtiges Gehalt zählt später als Grund­lage für die Berech­nung vom Eltern­geld. Wenn also steuer­freie Bezüge (z.B. Tankgutscheine) oder Ein­malzahlun­gen (Wei­h­nachts­geld, Boni) zu deinem Gehalt zählen, lohnt es sich mit deinem AG zu sprechen und den entsprechen­den Betrag stattdessen als „nor­males“ Brut­to­ge­halt anrech­nen zu lassen. Auch monatlich fest­gelegte Zuschläge (Woch­enendzuschlag, Nachtzuschlag) sind steuer­freie Beträge, die nicht zur Berech­nung des Eltern­geldes herange­zo­gen wer­den. So hast du zwar erst­mal weniger net­to vom brut­to, aber MEHR Eltern­geld während der Schwanger­schaft und der Elternzeit. Auch Über­stun­den soll­test du dir in den 12 Monat­en VOR der Geburt auszahlen lassen, damit sie in die Eltern­geld­berech­nung ein­fließen.

BaT-TIPP! Auch bei Fahrtkosten lohnt es sich, diese vor ein­er Schwanger­schaft in nor­males Gehalt „umzuwan­deln“, denn Fahrtkosten wer­den bei einem Beschäf­ti­gungsver­bots nicht von der Krankenkasse erstat­tet, und daher auch nicht vom AG weit­ergezahlt (siehe Mut­ter­schaft­slohn).

BaT-TIPP! Für die Berech­nung des Eltern­gelds benutze einen Rech­n­er auf Grund­lage des Brut­to­ge­haltes! Oft wird im Inter­net von 67% des Net­to­ge­haltes gesprochen, was aber ger­ade bei Zuschlä­gen im Gehalt nicht der wirk­lichen Eltern­geld­höhe entspricht.

https://www.elterngeld.net/elterngeldrechner.html

4) STEUERKLASSENWECHSEL

Auch hier geht es darum, die Bemes­sungs­grund­lage für die Berech­nung des Eltern­geldes zu opti­mieren. Vor allem für Ver­heiratete inter­es­sant. Für Väter gilt eine Frist von 7 Monat­en vor der Geburt. Aber generell gilt: je eher, desto bess­er, da sich das Eltern­geld aus dem Einkom­men von 12 Monat­en vor der Geburt bemisst.

5) SCHWANGER?

Der Test­streifen färbt sich blau — Her­zlichen Glück­wun­sch! Du freust dich, und planst gedanklich schon die näch­sten Monate und Jahre. Das ist schön und richtig, aber hierzu noch ein klein­er Hin­weis: ca. 15–20 % von bio­chemisch nachgewiese­nen Schwanger­schaften (d.h. ein pos­i­tiv­er Urin­test) enden in ein­er Fehlge­burt.

Je nach Ver­trauensver­hält­nis zu deinem AG (siehe oben), kann es also sin­nvoll sein eine Woche zu warten, bis du deine Schwanger­schaft offen­barst. Eine Woche nach dem Aus­bleiben der Peri­ode (Anfang 6. SSW) ist das Risiko ein­er Fehlge­burt schon auf ca. 10% gesunken, und in der 7. SSW Woche sog­ar auf unter 7%.

Allerd­ings soll­test du sich­er gehen, dass du in diesem Zeitraum nichts tust, was dein Baby gefährden kön­nte – sprich also lieber mit deinem AG, bevor du zur Feto­tomie eines gam­meli­gen Kalbes geschickt wirst oder Rönt­ge­nauf­nah­men machen sollst! (Oder melde dich im Zweifel einen Woche krank…)

6) RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG

Eine gute Rechtss­chutzver­sicherung ist für unter 20 Euro im Monat zu haben, und spart einem im Bedarfs­fall (siehe Kündi­gungss­chutz) sehr viel Geld und Ner­ven. Die meis­ten bieten auch eine kosten­lose tele­fonis­che Beratung an, wo man viele Fra­gen bere­its im Vor­feld klären kann. Oft fühlt man sich damit ein­fach sicher­er, ger­ade falls man doch einen etwas weniger pflegele­icht­en Arbeit­ge­ber hat.

7) MUTTERSCHUTZ–KÜNDIGUNGSSCHUTZ

Der geset­zliche Kündi­gungss­chutz begin­nt sobald du schwanger bist (Zeit­punkt der Implan­ta­tion!), und gilt bis 4 Monate nach der Ent­bindung. In dieser Zeit darf dir nicht gekündigt wer­den.
Aus­nahme: der Betrieb wird still­gelegt, der Arbeit­ge­ber wird insol­vent oder Ähn­lich­es. ACHTUNG: wenn der AG dir eine Kündi­gung ausspricht, obwohl er weiß, dass du schwanger bist, musst du inner­halb von 3 Wochen beim Arbeits­gericht Ein­spruch erheben. Anson­sten wird die Kündi­gung wirk­sam!!! Falls dein AG noch nicht über die Schwanger­schaft informiert war, musst du das in den 2 Wochen nach Zugang der Kündi­gung nach­holen, damit diese unwirk­sam wird.

Im Falle ein­er Fehlge­burt nach der 12. SSW gilt der Kündi­gungss­chutz bis 4 Monate nach der Fehlge­burt.

 

IN DER SCHWANGERSCHAFT

1) OFFENBARUNG DER SCHWANGERSCHAFT

Wann du mit deinem AG sprichst liegt in dein­er Hand. Sobald er von dein­er Schwanger­schaft weiß, muss er jedoch aktiv wer­den, und deinen Arbeit­splatz auf Risiken entsprechend des Mut­ter­schutzge­set­zes evaluieren und ihn dann für dich sich­er gestal­ten oder dir ein generelles Beschäf­ti­gungsver­bot aussprechen. Eine Kündi­gung auf­grund der Schwanger­schaft ist nicht erlaubt (siehe Mut­ter­schutz-Kündi­gungss­chutz)!

Das Beschäf­ti­gungsver­bot wird bei Tierärztin­nen im Nor­mal­fall nicht vom Fraue­narzt aus­ge­sprochen. Dieser tut dies nur wenn sich um gesund­heitliche Prob­leme han­delt (z.B. wenn du im nun im Büro einge­set­zt wirst und Schwanger­schaft­sprob­leme bekommst, andere Berufe wie z.B. Kindergärt­ner­in etc.)

2) SICHERER ARBEITSPLATZ

Wenn dein AG dir einen sicheren Arbeit­splatz laut Mut­ter­schutzge­setz (MuSchG) bieten kann, dann arbeitest du reg­ulär bis 6 Wochen vor errech­netem Ent­bindung­ster­min weit­er (siehe Mutterschutzfrist/ absolutes Beschäf­ti­gungsver­bot). Sich­er laut MuSchG heißt:

  • keine schwere kör­per­lichen Arbeit­en (z.B. fast alles mit Großtieren, Geburtshil­fe…)
  • kein Umgang mit gesund­heits­ge­fährden­den Stof­fen, Strahlen, Gasen, Staub oder Dämpfen (z.B. Rönt­gen­strahlung, Narkosegase (Isoflu­ran), infek­tiös­es Mate­r­i­al (Urin, Kot, Blut..),embryotoxische Chemikalien, Hor­mone…)
  • kein langes Ste­hen, nichts wo man regelmäßig mehr als 5 kg anheben muss (z.B. Patien­ten auf­den Tisch in der Klein­tier­sprech­stunde)
  • keine Nacht­di­en­ste, keine Mehrar­beit, keine Son­ntagsar­beit
  • nach dem 3. Schwanger­schaftsmonat keine Arbeit wo man auf ein Auto angewiesen ist
  • keine Arbeit­en, bei denen man sich häu­fig erhe­blich streck­en oder beu­gen oder hock­en muss

Man kann also eigentlich nur noch Bürotätigkeit­en ausüben (z.B. tele­fonis­che Rück­rufe, Anmel­dung, Antibi­otika­mon­i­tor­ing…). Diese Option ist v.a. in großen Kliniken dur­chaus üblich und sin­nvoll, in kleineren Prax­en aber kaum umzuset­zen. Wenn dein AG dir keinen sicheren Arbeit­splatz bieten kann, MUSS er dir ein generelles Beschäf­ti­gungsver­bot aussprechen.

BaT-TIPP! Wenn dein AG sich weigert ein Beschäf­ti­gungsver­bot auszus­prechen, dir aber keinen sicheren Arbeit­splatz bietet, dann macht er sich rechtlich straf­bar! Rede mit deinem AG, ver­weise auf §21 MuSchuG, und wende dich not­falls an deine Rechtss­chutzver­sicherung.

3) GENERELLES BESCHÄFTIGUNGSVERBOT (GBV)

Das GBV hängt nicht von der Schwan­geren ab, son­dern vom Arbeit­splatz. So unter­schei­det es sich vom indi­vidu­ellen BV (dieses wird bei ein­er per­sön­lichen Ein­schränkung der Mut­ter, z.B. durch Krankheit, vom Gynäkolo­gen erteilt). Der Arbeit­ge­ber spricht das GBV aus und informiert deine Krankenkasse (schriftlich, form­los­es Schreiben oder siehe Muster im Anhang). Du bist ab jet­zt freigestellt und bekommst weit­er­hin von deinem AG deinen Lohn (siehe unten, Mut­ter­schut­zlohn). Hin­weis: Du hast kein „Recht“ auf ein GBV. Wenn der AG einem einen sicheren Arbeit­splatz bieten kann, dann musst du reg­ulär bis 6 Wochen vor errech­netem Ent­bindung­ster­min arbeit­en (siehe Mut­ter­schutzfrist).

BaT-TIPP! Urlaub­stage die im GBV anfall­en bleiben erhal­ten! Bei 7 Monat­en GBV und einem Jahresurlaub von 30 Tagen sind das also z.B. 17,5 Urlaub­stage, die dir nach dein­er Schwanger­schaft und Elternzeit noch zuste­hen. Grund­sät­zlich emp­fiehlt es sich noch vorhan­dene Über­stun­den und Urlaub­stage von VOR der Schwanger­schaft schriftlich festzuhal­ten und unter­schreiben zu lassen: Zwar ste­hen einem diese auch danach noch zu, es macht ein Ein­fordern (im schlecht­esten Fall rechtlich) ein­fach­er.

4) MUTTERSCHAFTSLOHN/ENTGELDFORTZAHLUNG BEI MUTTERSCHAFT

Wer sich im GBV befind­et hat ein Recht auf den soge­nan­nten Mut­ter­schaft­slohn. Die Höhe richtet sich nach dem durch­schnit­tlichen Arbeit­sent­gelt der let­zten 13 Wochen vor der Schwanger­schaft (siehe oben, Gehalt anpassen). Dem AG wer­den über ein Umlagev­er­fahren (U2- Umlage) fast alle Lohnkosten von dein­er Krankenkasse erstat­tet (siehe vor der Schwanger­schaft)! Er hat also keinen finanziellen Nachteil durch das GBV. Erst nach­dem der AG sein­er Beschäftigten das Ent­gelt bzw. den Zuschuss zum Mut­ter­schafts­geld gezahlt hat, erfol­gt die Erstat­tung sein­er Aufwen­dun­gen von der Krankenkasse. Vorauszahlun­gen an den Arbeit­ge­ber sind grund­sät­zlich nicht statthaft, ein pünk­tlich­es Ein­re­ichen vor Ende des Monats ist also wichtig um der Beschäftigten pünk­tlich ihr Gehalt zu zahlen.

BaT-TIPP! Einige AG ver­weigern oder wis­sen nicht, dass auch im GBV fol­gende Endgeldbe­standteile zuste­hen und aus­gezahlt wer­den mussen (§11 MuSchG, in Deutsch­er Recht­slage bess­er als in den europais­chen Richtlin­ien): alle Grund­bezüge (Zeit‑, Schicht- und Feiertagsar­beit); Zuschläge fur Mehr‑, Nacht‑, Sonn- und Feiertagsar­beit; Erschwernis‑, Gefahren- und Nacht­di­en­stzu­la­gen; ver­mö­genswirk­same Leis­tun­gen; Pro­vi­sio­nen; laufend gezahlte Prämien; Sach­bezüge; Beiträge für die betriebliche Ver­sorgung­sein­rich­tung.

BaT-TIPP! Die U2-Umlage ist seit Jan­u­ar 2006 fur alle AG Pflicht, unab­hängig von der Größe des Betriebes. Dein AG kann sich also defin­i­tiv deine Lohnkosten erset­zen lassen, auch wenn er dir ggfs. etwas anderes sagt. Nicht rück­er­stat­tet wer­den ihm z. B. Tankgutscheine. Anfahrt­skosten ent­fall­en nor­maler­weise.

5) MUTTERSCHUTZFRIST/ABSOLUTESBESCHÄFTIGUNGSVERBOT

Der Mut­ter­schutz („Mut­ter­schutzfrist“) begin­nt 6 Wochen vor dem vom Fraue­narzt errech­netem Ent­bindung­ster­min und endet 8 Wochen nach dem tat­säch­lichen Ent­bindung­ster­min (12 Wochen nach Ent­bindung bei Mehrlings­ge­burten und Frühge­burten unter 2,5kg). In diesem Zeitraum gilt ein ABSOLUTES BV, d.h. du darf­st vom AG über­haupt nicht beschäftigt wer­den, auch nicht im Büro. In dieser Zeit erhält man das Mut­ter­schafts­geld.

BaT-TIPP! Wenn du in den 6 Wochen vor der Geburt unbe­d­ingt noch arbeit­en möcht­est, kannst du das auch, wenn du dich deinem AG gegenu­ber dazu schriftlich aus­drück­lich bere­it erk­lärst. Dann darf­st du bis zum Ein­tritt der Wehen weit­er­ar­beit­en. Diese Bere­itschaft darf von deinem AG jedoch niemals gefordert wer­den! In den 8 Wochen NACH der Geburt ist es als Angestellte immer ver­boten zu arbeit­en.

6) MUTTERSCHAFTSGELD/ZUSCHUSS ZUM MUTTERSCHAFTSGELD

Das Mut­ter­schafts­geld erhältst du als geset­zlich ver­sicherte Per­son von dein­er Krankenkasse im Mut­ter­schutz, also von 6 Wochen vor bis 8 Wochen nach der Geburt. Dies sind (nur) 13 € pro Tag. Das Mut­ter­schafts­geld wird aber durch einen Zuschuss zum Mut­ter­schafts­geld von deinem AG so aufge­stockt, dass du auch für diesen Zeitraum dein volles Net­toar­beit­sent­gelt erhältst (anders als bei Selb­ständi­gen).

BaT-TIPP! Lebens­monate des Kindes, in denen die Mut­ter Mut­ter­schafts­geld der geset­zlichen Krankenkassen, gel­ten automa­tisch als von ihr für Eltern­geld beantragte Lebens­monate. Die davon betrof­fe­nen Lebens­monate des Kindes müssen zwin­gend von der Mut­ter für Eltern­geld beantragt wer­den.

 

NACH DER SCHWANGERSCHAFT/ ELTERNSEIN:

1) STILLENDE MUTTER/ GENERELLES BESCHÄFTIGUNGSVERBOT (Son­der­fall MuSchG)

Die meis­ten Müt­ter gehen nach dem achtwöchi­gen geset­zlichen Mut­ter­schutz in die Elternzeit und beziehen Eltern­geld. Wenn du dein Baby stillst, kannst du als Tierärztin jedoch die Gele­gen­heit nutzen, dir von deinem AG erneut ein generelles Beschäf­ti­gungsver­bot aussprechen zu lassen. Für stil­lende Müt­ter gel­ten näm­lich die gle­ichen Ein­schränkun­gen und Arbeits­be­din­gun­gen wie für Schwan­gere. Prak­tisch läuft dies so ab: Du benötigst meist ein Stil­lat­test von dein­er Gynäkolo­gin und dein AG bescheinigt dein­er Krankenkasse, dass er dir erneut ein GBV erteilt hat (schriftlich, form­los­es Schreiben oder siehe Muster im Anhang). Du bist dann erneut freigestellt und bekommst weit­er­hin von deinem AG deinen Lohn, und dein AG erhält über das U2-Umlagev­er­fahren alle Lohnkosten von dein­er Krankenkasse erstat­tet! Er hat also keinen finanziellen Nachteil durch das GBV.

BaT-TIPP! 4 Monate nach der Ent­bindung hast du keinen Kündi­gungss­chutz mehr! Dein AG kon­nte dir also nach Ablauf dieser Frist jed­erzeit kündi­gen. Als Sicher­heit kannst du deinen AG bit­ten, eine ordentliche Kündi­gung schriftlich auszuschließen, dies ware jedoch eine frei­willige Sache.

BaT-TIPP! Frage bei dein­er Krankenkasse nach, welche Still-Nach­weise erforder­lich sind. Bei der Tech­niker Krankenkasse reicht beispiel­sweise fur die ersten 6 Lebens­monate eine Stillbescheini­gung vom Gynakolo­gen, ab dem 7. Lebens­monat ist jedoch eine Stillbescheini­gung vom Kinder­arzt des Babys erforder­lich. Manche Gynäkolo­gen stellen auch ohne Prob­leme eine Stillbescheini­gung fur die ersten 12 Lebens­monate aus.

2) ELTERNGELD

In Deutsch­land haben Müt­ter und Väter Anspruch auf Eltern­geld vom Staat. Die Möglichkeit­en der Aufteilung (Eltern­geld, Eltern­geld­Plus, Part­ner­schafts­bonus…) sind sehr vielfältig und indi­vidu­ell unter­schiedlich und kön­nen daher nicht alle hier vorgestellt wer­den. Auf https://www.familien-wegweiser.de/ElterngeldrechnerPlaner kannst du alle Infor­ma­tio­nen nach­le­sen und indi­vidu­ell berech­nen lassen. Es lohnt sich bere­its vor der Schwanger­schaft sich mit dem Brut­tolohn zu beschäfti­gen, um die Höhe des Eltern­geldes zu opti­mieren (siehe Steuerk­lassen­wech­sel, Gehalt anpassen).

Man darf während sein­er Eltern­geld Bezugsmonate arbeit­en und Einkom­men erzie­len. Allerd­ings sollte die Auswahl der Bezugsmonate im Hin­blick auf die Anrech­nung des Zuver­di­en­stes im Bezugszeitraum gut über­legt wer­den!

BaT-TIPP! Viele Arbeit­ge­ber ver­suchen vor allem Väter davon zu überzeu­gen, ihre Elternzeit nach ganzen Kalen­der­monat­en zu nehmen. Das ist abrech­nung­stech­nisch meist ein­fach­er für die Buch­hal­tung und oft sind auch Arbeitsabläufe so leichter zu pla­nen. Wenn ein Vater nun aber ganze Kalen­der­monate in Elternzeit geht, dann über­schnei­den sich Lebens- und Kalen­der­monate. Das kann zu Prob­le­men führen, denn der Auszahlungsmodus des Eltern­geldes bemisst sich nach den Lebens­monat­en des Kindes. In den meis­ten Fällen stim­men diese nicht mit Kalen­der­monat­en übere­in. Der erste Auszahlungsmonat begin­nt mit dem ersten Leben­stag des Kindes! Daher unbe­d­ingt Elternzeit und Eltern­geld nach den Lebens­monat­en des Kindes beantra­gen. Son­st ver­schenkt man Geld!

BaT-TIPP! Hole dir einen Ter­min bei dein­er örtlichen Eltern­geld­kasse um alle deine indi­vidu­ellen Möglichkeit­en durchzus­prechen.

3) ELTERNZEIT

In Deutsch­land haben bei­de Eltern­teile Anspruch auf jew­eils 36 Monate Elternzeit (= voll­ständi­ge oder teil­weise Befreiung von der Arbeit­spflicht, um sich der Betreu­ung des Kindes zu wid­men). Diese unbezahlte Freis­tel­lung ist geset­zlich ver­ankert und muss nicht vom Arbeit­ge­ber genehmigt wer­den, er muss nur schriftlich informiert wer­den (spätestens 7 Wochen vor Beginn der Elternzeit). Die Elternzeit kann unab­hängig vom Eltern­geld­bezug genom­men wer­den. Ihre jew­eilig gewün­scht­en Bezugsmonate kön­nen die Eltern frei auf die ersten 14 Lebens­monate ihres Kindes aufteilen. Eine Stück­elung der Bezugsmonate ist eben­so möglich wie eine Über­lap­pung mit denen des Part­ners. Während der Elternzeit gilt ein Kündi­gungss­chutz! Weit­ere Details auf www.bmfsfj.de.

Sollte ein Eltern­teil (meist der Vater) z.B. zweimal Elternzeit („Vater­monate“) ein­re­ichen, muss er die Zeit­punk­te schon beim Ein­re­ichen der ersten Elternzeit fes­tle­gen und beantra­gen, da es die Min­destzeit zum Bezug des Eltern­geldes ist. Ein konkretes Datum sollte man dabei nicht beantra­gen, son­dern den voraus­sichtlichen Geburt­ster­min bzw. Lebens­monat des Kindes (siehe Eltern­geld).

Die Elternzeit kann generell nur mit der Zus­tim­mung des AG vorzeit­ig been­det oder ver­längert wer­den. Allerd­ings ist die vorzeit­ige Beendi­gung der Elternzeit in beson­deren Härte­fall­en möglich (schw­er­er Krankheit, Tod oder Schwer­be­hin­derung eines Eltern­teils oder des Kindes) oder wenn in Folge der Inanspruch­nahme von Elternzeit die wirtschaftliche Exis­tenz der Eltern erhe­blich gefährdet ist. Eine schriftliche Ablehnung der frühzeit­i­gen Beendi­gung der Elternzeit ist inner­halb von vier Wochen aus drin­gen­den betrieblichen Grün­den dem AG moglich.

BaT-TIPP! Wenn du 12 Monate ein Still-Beschäf­ti­gungsver­bot nutzen kannst, dann ste­hen dir und deinem Part­ner nach dem Jahr immer noch die kom­plette Elternzeit zu, abzüglich der 2 Monate Mut­ter­schutz direkt nach der Geburt. Jedoch ist hier zu beacht­en, dass man sich den 100%-Betrag des Eltern­gelds nur bis ein­schließlich des 14. Lebens­monats des Kindes auszahlen lassen darf, danach musst du zu Eltern­geld-Plus (50%-Betrag) wech­seln.

4) TEILZEITARBEIT IN ELTERNZEIT

Während der Elternzeit dür­fen Eltern bis zu 30 Stun­den die Woche arbeit­en. Diese Eltern­teilzeit kann mit dem Arbeit­ge­ber vere­in­bart wer­den (form­los, befris­tete Änderung des Arbeitsver­trages bis zum Ende der Elternzeit). Unter gewis­sen Umstän­den hat man einen Anspruch auf Eltern­teilzeit: wenn der AG mehr als 15 Arbeit­nehmer beschäftigt, das Arbeitsver­hält­nis länger als 6 Monate beste­ht und dem Antrag keine drin­gen­den betrieblichen Gründe ent­ge­gen­ste­hen. Eltern­geld ste­ht dir je nach Aufteilung auch während der Teilzeitar­beit zu, Details auf https://www.familien-wegweiser.de/ElterngeldrechnerPlaner.

BaT-TIPP! Teilzeitar­beit in Elternzeit ist opti­mal, wenn du planst mehrere Kinder zu bekom­men, zwis­chen­durch aber arbeit­en möcht­est. Denn mit in Eltern­teilzeit (bis zu 3 Jahre möglich) hast du nicht nur einen Kündi­gungss­chutz son­dern auch immer noch deinen Vor- Schwanger­schafts-Arbeitsver­trag!

5) KINDERGELD

Kindergeld wird reg­ulär bis zum 18. Leben­s­jahr gezahlt. Pro Monat sind dies 192,00 € (Kinder geboren ab 2017) für das erste und zweite Kind, ab dem drit­ten Kind 198,00 € pro Kind und Monat (soll laut CDU/SPD in näch­ster Zeit um 25€ aufge­stockt wer­den). Die Beantra­gung ist ab der Geburt möglich, und zwar bei der zuständi­gen Fam­i­lienkasse der Bun­de­sagen­tur für Arbeit. Es kann max­i­mal 6 Monate nach Antragsstel­lung rück­wirk­end aus­gezahlt wer­den. Für Tierärzte ist hier nichts Beson­deres zu beacht­en.

6) RENTENVERSICHERUNG

Am Anfang des 8‑wöchigen Mut­ter­schutzes vor der Geburt erhältst du Post von dein­er Tierärztev­er­sorgung, die erk­lärt, wie du die Kinder­erziehungszeit („Nichtver­di­en­stzeit­en“) ver­sich­ern kannst. Dies ist beitrags­frei möglich, das heißt du zahlst während dein­er Nichtver­di­en­stzeit­en nicht in die Renten­ver­sicherung ein, dir wird die Zeit aber trotz­dem für die Rente angerech­net.

BaT-TIPP! Du kannst du die Kinder­erziehungszeit ZUSÄTZLICH in der geset­zlichen Renten­ver­sicherung anmelden (Mut­ter­rente). Um spa­ter eine Auszahlung zu erzie­len musst du jedoch min­destens 60 Monats­beitrage erre­icht haben. Fur jedes Kind wer­den dir 36 Monate angerech­net, bei mehreren Kindern wird diese Gren­ze also erre­icht, anson­sten kannst du die restlichen Monate aber auch prob­lem­los frei­willig „auf­s­tock­en“ (ein­zahlen).

7) ERNEUTE SCHWANGERSCHAFT

Sollte man inner­halb der Elternzeit erneut schwanger wer­den und nimmt die Schutzfris­ten nach dem Mut­ter­schutzge­setz in Anspruch, kann die Elternzeit auch ohne Zus­tim­mung des Arbeit­ge­bers vorzeit­ig been­det wer­den. Die Beendi­gung der Elternzeit sollte dem AG durch die AN rechtzeit­ig mit­teilen wer­den. Wird die Elternzeit vor der Geburt eines weit­eren Kindes jedoch nicht been­det, beste­ht kein Anspruch auf Arbeit­ge­berzuschuss während der Mut­ter­schutzfrist für das neue Baby (https://www.elterngeld.net).

ACHTUNG: Bei erneuter Schwanger­schaft in der Elternzeit ist der Ein­tritt in das generelle (Schwanger­schafts) Beschäf­ti­gungsver­bot evtl. rechtlich anders geregelt!

 

VÄTER

Auch als Mann lohnt es sich, sich vor ein­er Schwanger­schaft uber die oben genan­nten Punk­te Gedanken zu machen (Gesund­heit opti­mieren, Gehalt und ggfs. Steuerk­lasse anpassen, Rechtss­chutzver­sicherung). Dir wird als wer­den­der Papa natür­lich kein Beschäf­ti­gungsver­bot erteilt, nach der Geburt des Kindes kannst du aber von der Elternzeit und auch dem Eltern­geld prof­i­tieren. In Deutsch­land kann die Elternzeit auch (bis auf die 8 Wochen Mut­ter­schutz) voll­ständig vom Vater genom­men wer­den, und auch das Eltern­geld von ihm bezo­gen wer­den, oder unter bei­den Eltern aufgeteilt wer­den. Weit­ere Details auf www.bmfsfj.de.

Väter kön­nen auch für ein nicht leib­lich­es Kind, das der Part­ner in die Ehe mit­bringt Elternzeit und Eltern­geld in Anspruch nehmen.

1) VÄTERMONATE

Eltern kön­nen frei entschei­den, wer von bei­den und wann er oder sie in Elternzeit geht. Sie kön­nen Elternzeit auch gle­ichzeit­ig in Anspruch nehmen (siehe Elternzeit). Allerd­ings muss eine Min­dest­dauer von zwei Monat­en für jew­eils bei­de Eltern in Anspruch genom­men wer­den, um das 14-monatige Eltern­geld zu bekom­men. Jedoch müssen die zwei Monate nicht zusam­men­hän­gend genom­men wer­den, sie kön­nen aufgeteilt wer­den.

Geset­zlich pflichtver­sicherte Vater sind für die Dauer ihrer Elternzeit beitrags­frei weit­er­ver­sichert. Frei­willige Beiträge zur geset­zlichen Kranken­ver­sicherung oder in eine pri­vate Kranken­ver­sicherung müssen von dem Ver­sicherten aus eigen­er Tasche auch während der Elternzeit weit­er­hin gezahlt wer­den.

BaT-TIPP! Auch für die Part­ner­monate gilt die Antrags­frist von sieben Wochen! Viele Väter über­legen schon viel früher vor dem geplanten Beginn der Elternzeit ihrem AG Bescheid zu sagen. Das kann im schlecht­esten Fall mit ein­er Kündi­gung beant­wortet wer­den. Denn gekündigt wer­den darf nicht während der Elternzeit und auch nicht wegen der Elternzeit. Aber rechtzeit­ig vorher aus anderen Grün­den schon und das kön­nte dann so gedreht wer­den. Väter haben nur wenig Zeit, wenn sie frist­gerecht und ohne Angst vor ein­er Kündi­gung die Elternzeit beantra­gen wollen: exakt eine Woche! Denn der Son­derkündi­gungss­chutz begin­nt acht Wochen vor dem Start der Elternzeit. Und sieben Wochen vor Beginn muss der Arbeit­ge­ber Bescheid wis­sen.

BaT-TIPP! Ander­er­seits kann es passieren, dass man nach der Rück­kehr aus der Elternzeit die Kündi­gung bekommt. Auch das ist lei­der recht­ens. Manche wer­den auch nach der Elternzeit benachteiligt.

Ein Anspruch auf den gle­ichen Arbeit­splatz nach Ende der Elternzeit beste­ht näm­lich lei­der nicht. Nur auf einen gle­ich­w­er­ti­gen! Das bedeutet konkret, dass man weniger ver­di­enen darf als vorher. Auch Leitungs­funk­tio­nen kön­nen nach der Rück­kehr aus der Elternzeit ent­zo­gen wer­den.

Check­liste
     ANGESTELLTE

 

    ARBEITGEBER
Vor der Schwanger­schaft
  • Impf- und Gesund­heitssta­tus check­en
  • Ein­malzahlun­gen und steuer­freie Bezüge wenn möglich als reg­uläres monatlich­es Gehalt auszahlen lassen
  • ggfs. Steuerk­lasse wech­seln
  • Rechtss­chutzver­sicherung abschließen
Bei Ein­tritt der Schwanger­schaft
  • AG informieren!
  • auf einen sicheren Arbeit­splatz beste­hen ODER ins GBV gehen
  • ggfs. Zwis­chen­zeug­nis anfordern
  • Gedanken machen zu Elterngeld/ Elternzeit
  • analysiert den Arbeit­splatz auf mögliche Gefahren laut MuSchG ->stellt einen sicheren Arbeit­splatz bere­it ODER ->erteilt ein generelles Beschäf­ti­gungsver­bot
  • informiert die Krankenkasse der Angestell­ten vom GBV
  • informiert die zuständi­ge Auf­sichts­be­hörde (https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/theme n/familie/familienleistungen/muttersc haft­sleis­tun­gen/auf­sichts­be­ho­er­den- fuer-den-mut­ter­schutz-und- kuendi­gungss­chutz)
Nach der Geburt - Elternzeit anmelden

- Eltern­geld beantra­gen (spät. 3 Monate nach gewün­schtem Beginn des Eltern­geld­bezugs)

- Kindergeld beantra­gen

- ggf. Mut­ter­rente beantra­gen

Während der Elternzeit - Gedanken machen zum Wiedere­in­stieg, mit AG besprechen und ggfs. Teilzeit beantra­gen

 

Nüt­zliche Infor­ma­tion­squellen:

Ange­hängte Muster:

  • Mit­teilung “Generelles Beschäf­ti­gungsver­bot Schwanger­schaft an             Krankenkasse”
  • Mit­teilung “Generelles Beschäf­ti­gungsver­bot Stil­lzeit an Krankenkasse- Auss­chluss ordentliche Kündi­gung”
  • “Elternzei­tantrag Vater”

 


Muster “Generelles Beschäf­ti­gungsver­bot Schwanger­schaft an Krankenkasse”

An: Krankenkasse

Ort, den 00.00.2xxx

 

Mit­teilung: Generelles Beschäf­ti­gungsver­bot für eine angestellte schwan­gere Mitar­bei­t­erin

Sehr geehrte Damen und Her­ren,

die bei mir als Tierärztin angestellte Mitar­bei­t­erin Frau xxx ist schwanger (Mit­teilungs­da­tum: 00.00.2xxx)

Frau xxx wurde in mein­er Prax­is haupt­säch­lich für Tätigkeit­en im Umgang mit kranken Tieren, geburtshil­fliche Tätigkeit­en, Tätigkeit­en mit Infek­tion­s­ge­fährdung, zum Beispiel der Umgang mit Krankheit­ser­regern, und Tätigkeit­en mit Chemikalien, zum Beispiel bei Labortätigkeit­en, einge­set­zt.

Die inner­be­triebliche Umset­zung auf einen Arbeit­splatz ohne solche Beein­träch­ti­gun­gen ist ab dem 00.002xxx nicht mehr möglich, ich spreche daher mit Wirkung vom 00.00.2xxx ein generelles Beschäf­ti­gungsver­bot aus.

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Mit fre­undlichen Grüßen,

Xxx (Arbeit­ge­ber)


Muster “Generelles Beschäf­ti­gungsver­bot Stil­lzeit an Krankenkasse”

An: Krankenkasse

Ort, den 00.00.2xxx

 

Mit­teilung: Generelles Beschäf­ti­gungsver­bot für eine angestellte stil­lende Mitar­bei­t­erin

Sehr geehrte Damen und Her­ren,

die bei mir als Tierärztin angestellte Mitar­bei­t­erin Frau xxx stillt ihre am 00.00.2xxx entbundene/n Tochter/Sohn.

Frau xxx wurde in mein­er Prax­is haupt­säch­lich fur Tätigkeit­en im Umgang mit kranken Tieren, geburtshil­fliche Tätigkeit­en, Tätigkeit­en mit Infek­tion­s­ge­fährdung, zum Beispiel der Umgang mit Krankheit­ser­regern, und Tätigkeit­en mit Chemikalien, zum Beispiel bei Labortätigkeit­en, einge­set­zt.

Die inner­be­triebliche Umset­zung auf einen Arbeit­splatz ohne solche Beein­träch­ti­gun­gen ist nicht möglich, ich spreche daher mit Wirkung ab Ende der Mut­ter­schutzfrist am 00.00.2xxx ein generelles Beschäf­ti­gungsver­bot aus.

Eine ärztliche Stillbescheini­gung kann bei Bedarf von Frau xxx nachgere­icht wer­den.

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Mit fre­undlichen Grußen,

Xxx (Arbeit­ge­ber)


Muster “Auss­chluss ordentliche Kündi­gung”

An: Arbeit­ge­ber

Auss­chluss der ordentlichen Kündi­gung

Der Arbeit­ge­ber Tier­arzt­prax­is XX
Muster­str. 9, 99999 Muster­stadt

und die angestellte Tier­arztin Mona Muster­frau
Dorf­str. 1, 99999 Muster­stadt

Ort, den XX.XX.20XX

 

vere­in­baren hier­mit bei­d­seit­ig* den Auss­chluss der ordentlichen Kündi­gung während der Stil­lzeit von Frau Muster­frau, beziehungsweise max­i­mal bis zum XX.XX.20XX. Das Recht zur außeror­dentlichen Kündi­gung bleibt hier­von unberührt.

Arbeit­ge­ber Arbeit­nehmer *bei­d­seit­ig ist OPTIONAL! Kann auch nur ein­seit­ig vom Arbeit­ge­ber aus sein.


Muster “Elternzei­tantrag Vater”

An:
Herr xxx (Arbeit­ge­ber) Per­son­al­abteilung

Antrag auf Elternzeit

Ort, den 00. 00.2xxx

 

Ich beantrage x Monate Elternzeit fur mein Kind.

Die Elternzeit soll auf den 1. Lebens­monat sowie den 12. Lebens­monat (Beispiel! Bitte indi­vidu­ell ein­tra­gen!) des Kindes aufgeteilt wer­den.

Der errech­nete Ent­bindung­ster­min ist der 00. Juli 0000.
Die Geburt­surkunde reiche ich bald­möglichst nach der Geburt nach.

Ich bestätige, dass das Kind mit mir in einem Haushalt lebt und von mir selb­st betreut und erzo­gen wird.

Ich bitte um schriftliche Bestä­ti­gung meines Antrags.

Mit fre­undlichen Grüßen,

Herr xxx


 

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