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Zehn Jahre Bund angestellter Tierärzte e.V.: Eine starke Stimme für angestellte Tierärzt:innen – und ein klarer Auftrag für die Zukunft

18. Juni 2026

- PRESSEMITTEILUNG -

BaT fei­ert Jubi­lä­um in Ham­burg / Ver­band for­dert mehr Ver­bind­lich­keit, mehr Dia­log und mehr Mit­glie­der für fai­re Arbeits­be­din­gun­gen in der Tier­me­di­zin


Ham­burg, 13. Juni 2026. Der Bund ange­stell­ter Tier­ärz­te e.V. (BaT) hat am 13. Juni 2026 in Ham­burg sein zehn­jäh­ri­ges Jubi­lä­um gefei­ert. Mit­glie­der, Vertreter:innen aus Arbeit­ge­ber­krei­sen, Kam­mern, Kooperationspartner:innen, Wegbegleiter:innen und Gäs­te kamen zusam­men, um auf die Ent­wick­lung des Ver­ban­des zurück­zu­bli­cken – und den Blick zugleich nach vor­ne zu rich­ten.

Was am 13. Okto­ber 2015 in Han­no­ver „beim Tee“ als Idee begann, ist heu­te ein eta­blier­ter berufs­po­li­ti­scher Ver­band in der Tier­me­di­zin: Ange­stell­ten Tierärzt:innen eine eige­ne Stim­me geben. Aus ers­ten Gesprä­chen, ehren­amt­li­cher Arbeit und dem Grün­dungs­tref­fen am 3. April 2016 ent­stand am 29. Juni 2016 offi­zi­ell der Bund ange­stell­ter Tier­ärz­te e.V. mit Ein­tra­gung ins Ver­eins­re­gis­ter der Stadt Han­no­ver.

Heu­te steht der BaT für berufs­po­li­ti­sche Inter­es­sen­ver­tre­tung, fach­li­che Ori­en­tie­rung, wis­sen­schaft­li­che Daten­grund­la­gen und den kon­struk­ti­ven Dia­log mit Arbeitgeber:innen, Kam­mern, Poli­tik und Öffent­lich­keit. In zehn Jah­ren ist der Ver­band auf über 1.000 Mit­glie­der gewach­sen. Mehr als 115 Vor­stands­sit­zun­gen, zwei wich­ti­ge Stu­di­en zu Arbeits­be­din­gun­gen und Arbeits­zu­frie­den­heit ange­stell­ter Tierärzt:innen, die BaT-Stan­dards für Arbeits­ver­hält­nis­se, die regel­mä­ßi­ge Prä­senz auf Mes­sen und Kon­gres­sen sowie die Betei­li­gung an berufs­po­li­ti­schen Debat­ten zei­gen: Der BaT hat sich in der Tier­me­di­zin eta­bliert.



„Unser Antrieb ist der­sel­be wie vor zehn Jah­ren: ange­stell­ten Tier­ärz­tin­nen und Tier­ärz­ten eine Stim­me zu geben, nach­zu­ha­ken und kri­tisch zu hin­ter­fra­gen, wenn behaup­tet wird, es habe sich doch schon genug ver­bes­sert“, sag­te die 1. Vor­sit­zen­de Dr. Eli­sa­beth Bran­de­bu­se­mey­er in ihrer Rede. „Ja, vie­les hat sich ver­bes­sert – oft­mals auch infol­ge des Enga­ge­ments des BaT. Gleich­zei­tig gibt es wei­ter­hin alte Her­aus­for­de­run­gen und neue Auf­ga­ben.“

Ein beson­de­rer Mei­len­stein war die Sat­zungs­än­de­rung zur Tarif­fä­hig­keit im Jahr 2019. Damit wur­de der BaT nicht nur Inter­es­sen­ver­tre­tung, son­dern auch tarif­fä­hi­ger Ver­band. Am 1. Juni 2024 trat schließ­lich der ers­te Tarif­ver­trag des BaT mit dem Tier­ge­sund­heits­zen­trum Lich­ten­au in Kraft.


„Das ist nicht das Ende der Arbeit, son­dern ein star­kes Signal“, beton­te Dr. Chris­ti­an Wun­der­lich, 2. Vor­sit­zen­der des BaT und Grün­dungs­mit­glied. „Fai­re und ver­läss­li­che Arbeits­be­din­gun­gen sind ver­han­del­bar. Gute Stan­dards schaf­fen Sicher­heit – für Ange­stell­te, aber auch für Arbeit­ge­ben­de, die im Wett­be­werb um Fach­kräf­te bestehen wol­len.“

Die aktu­el­le BaT-Stu­die 2025 zeigt: Es hat sich etwas bewegt, aber der Hand­lungs­be­darf bleibt deut­lich. Arbeits­be­las­tung, Dienst­pla­nung, Ein­hal­tung des Arbeits­zeit­ge­set­zes, Ver­gü­tung, Ver­ein­bar­keit und beruf­li­che Per­spek­ti­ven ent­schei­den dar­über, ob Tierärzt:innen lang­fris­tig im Beruf blei­ben. Damit sind fai­re Arbeits­be­din­gun­gen kein Rand­the­ma, son­dern eine zen­tra­le Vor­aus­set­zung für die Siche­rung der tier­ärzt­li­chen Ver­sor­gung.



Der BaT for­dert des­halb alle Betei­lig­ten zum Han­deln auf:

Ange­stell­te Tierärzt:innen soll­ten sich orga­ni­sie­ren und Mit­glied wer­den, um die gemein­sa­me Stim­me des Berufs­stan­des zu stär­ken. Arbeitgeber:innen sind ein­ge­la­den, früh­zei­tig den Dia­log mit dem BaT zu suchen nicht erst im Kon­flikt­fall, son­dern als gemein­sa­me Inves­ti­ti­on in zukunfts­fä­hi­ge Arbeits­plät­ze. Kam­mern, Ver­bän­de und Poli­tik sind auf­ge­for­dert, die Per­spek­ti­ve ange­stell­ter Tierärzt:innen ver­bind­lich in berufs­po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen ein­zu­be­zie­hen.

„Der BaT ist kein Ver­band des Gegen­ein­an­ders“, so Dr. Wun­der­lich. „Wir ver­tre­ten klar die Inter­es­sen ange­stell­ter Tier­ärz­tin­nen und Tier­ärz­te. Aber gute Inter­es­sen­ver­tre­tung heißt nicht, Grä­ben zu ver­tie­fen. Sie heißt, Posi­tio­nen klar zu benen­nen und gesprächs­fä­hig zu blei­ben.“

Das Jubi­lä­um in Ham­burg war daher nicht nur ein Rück­blick, son­dern auch ein Start­punkt für die nächs­ten Jah­re. Fach­kräf­te­man­gel, Not­dienst­ver­sor­gung, wirt­schaft­li­cher Druck, Nach­wuchs­ge­win­nung, men­ta­le Gesund­heit, Arbeits­zeit­mo­del­le und Ver­ein­bar­keit wer­den die Tier­me­di­zin wei­ter prä­gen. Der BaT wird die­se The­men wei­ter­hin kon­struk­tiv, kri­tisch und lösungs­ori­en­tiert beglei­ten.

„Die ers­ten zehn Jah­re haben gezeigt, dass aus einer Idee Wir­kung ent­ste­hen kann“, sag­te Dr. Wun­der­lich. „Die nächs­ten zehn Jah­re wer­den zei­gen, wie viel Wir­kung wir gemein­sam ent­fal­ten wol­len.“



Über den Bund ange­stell­ter Tier­ärz­te e.V.

Der Bund ange­stell­ter Tier­ärz­te e.V. ver­tritt die Inter­es­sen ange­stell­ter Tierärzt:innen in Deutsch­land. Ziel des Ver­ban­des ist es, fai­re, ver­läss­li­che und zukunfts­fä­hi­ge Arbeits­be­din­gun­gen in der Tier­me­di­zin zu för­dern. Dazu ent­wi­ckelt der BaT Stan­dards, ver­öf­fent­licht Stu­di­en, betei­ligt sich an berufs­po­li­ti­schen Debat­ten, steht im Dia­log mit Arbeitgeber:innen, Kam­mern, Ver­bän­den und Poli­tik und setzt sich für tarif­ver­trag­li­che Lösun­gen ein.



Pres­se­kon­takt:

Bund ange­stell­ter Tier­ärz­te e.V. (BaT)
Dr. Eli­sa­beth Bran­de­bu­se­mey­er, 1. Vor­sit­zen­de
Dr. Chris­ti­an Wun­der­lich, 2. Vor­sit­zen­der
Tel: +49 4975 7775560
info@bundangestelltertieraerzte.de

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