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Arbeitsbedingungen angestellter Tierärzt:innen 2025 – publizierte BaT Studie zeigt Veränderungen und Handlungsbedarfe auf

22. Mai 2026

Neue Daten­la­ge aus Ende 2025 beleuch­tet aktu­el­le Ent­wick­lun­gen


Die kürz­lich ver­öf­fent­lich­te Stu­die des BaT zeigt die Ergeb­nis­se einer Online­be­fra­gung unter ange­stell­ten Tierärzt:innen in Deutsch­land, die im Zeit­raum von Sep­tem­ber bis Dezem­ber 2025 durch­ge­führt wur­de. Unter­sucht wur­den unter ande­rem die Ein­kom­mens­si­tua­ti­on, die Arbeits­be­din­gun­gen, die Ein­hal­tung des Arbeits­zeit­ge­set­zes sowie die all­ge­mei­ne Arbeits­zu­frie­den­heit.


Inhalt

Togg­le
  • Ent­wick­lun­gen sicht­bar, jedoch wei­ter­hin gro­ßer Abstand zu ande­ren aka­de­mi­schen Beru­fen
    • Ver­gü­tung ange­stell­ter Tierärzt:innen
    • Gen­der Pay Gap
    • Ver­gleich zur Human­me­di­zin
  • Hohe Arbeits­be­las­tung und Ver­stö­ße gegen das Arbeits­zeit­ge­setz geben Anlass zur Sor­ge
    • Gra­vie­ren­de Pro­ble­me beim Arbeits­schutz
    • Unse­re Posi­ti­on
  • Arbeits­zu­frie­den­heit deut­scher Tierärzt:innen unter dem Niveau inter­na­tio­na­ler Kolleg:innen und Akademiker:innen
    • Grün­de für Unzu­frie­den­heit
    • Unter­schie­de zwi­schen Cor­po­ra­tes und inha­ber­ge­führ­ten Pra­xen
  • Tierärzt:innenmangel oder sys­te­ma­ti­sches Ver­ken­nen von Ursa­che und Wir­kung?!
    • Zen­tra­le Ergeb­nis­se der Stu­die
    • Fol­gen für den Berufs­stand
  • BaT Emp­feh­lun­gen für die Arbeit­ge­ben­den und die Bran­che ins­ge­samt
    • For­de­run­gen für die Zukunfts­fä­hig­keit der Bran­che
    • Tarif­ver­trä­ge als Teil der Lösung
  • Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zur BaT-Stu­die 2025
  • Quel­len

Entwicklungen sichtbar, jedoch weiterhin großer Abstand zu anderen akademischen Berufen

Vergütung angestellter Tierärzt:innen

Tierärzt:innen ver­die­nen trotz aka­de­mi­scher Aus­bil­dung wei­ter­hin ver­gleichs­wei­se wenig. Berufsanfänger:innen erhal­ten durch­schnitt­lich nur ca. 21,35 € brut­to pro Stun­de.

Zwar stie­gen die Gehäl­ter seit 2020 um etwa 19 %, jedoch ins­ge­samt schwä­cher als die all­ge­mei­ne Lohn­ent­wick­lung von 23 % in Deutsch­land.


Gender Pay Gap

Frau­en ver­die­nen bei ver­gleich­ba­rer Qua­li­fi­ka­ti­on und Erfah­rung wei­ter­hin etwa 7 % weni­ger als Män­ner. Somit hat sich die Gen­der Pay Gap zwar redu­ziert, besteht aber wei­ter­hin.


Vergleich zur Humanmedizin

Zudem liegt das Ein­kom­men deut­lich unter dem von Humanmediziner:innen: Fachärzt:innen ver­die­nen nach Tarif im ers­ten Jahr ihrer Aus­bil­dung der­zeit etwa 31,58 € pro Stun­de.

Hohe Arbeitsbelastung und Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz geben Anlass zur Sorge

Vie­le Tierärzt:innen leis­ten regel­mä­ßig Über­stun­den. Aus der Stu­di­en­po­pu­la­ti­on waren es rund 70 %, oft meh­re­re Stun­den pro Woche. Beson­ders belas­tet sind Tierärzt:innen im Pfer­de- und Nutz­tier­be­reich.

Not­diens­te sind sehr häu­fig: Drei­vier­tel der Befrag­ten leis­ten Nacht und/oder Wochen­end­diens­te – somit tra­gen die Ange­stell­ten deut­lich zur Siche­rung der tier­ärzt­li­chen Ver­sor­gung bei.

Gravierende Probleme beim Arbeitsschutz

  • 40 % der Befrag­ten kön­nen vor­ge­schrie­be­ne Pau­sen min­des­tens ein­mal pro Woche nicht ein­hal­ten.
  • Über 22 % arbei­ten regel­mä­ßig län­ger als 10 Stun­den täg­lich.
  • Etwa 30 % erhal­ten nicht die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Ruhe­zeit von 11 Stun­den.
  • Teil­wei­se wer­den Arbeits­zei­ten unzu­rei­chend doku­men­tiert oder nach­träg­lich ver­än­dert.
  • Eini­ge Arbeitgeber:innen zie­hen auto­ma­tisch Pau­sen ab, obwohl die­se nicht genom­men wur­den.

Unsere Position

Die­se genann­ten Punk­te sehen wir als Ver­tre­tung der ange­stell­ten Tierärzt:innen als sehr pro­ble­ma­tisch an und for­dern sowohl Arbeit­ge­ben­de als auch Arbeit­neh­men­de auf, sich an die gesetz­li­chen Grund­la­gen zu hal­ten.
Wir bie­ten gern Infor­ma­ti­on zu Tarif­ver­trä­gen, die eine Anpas­sung des Arbeits­zeit­ge­set­zes an die Bran­chen­be­dürf­nis­se ermög­li­chen. Für die Ange­stell­ten appel­lie­ren wir an deren Selbst­für­sor­ge und bie­ten im Rah­men der BaT-Mit­glied­schaft eben­falls Unter­stüt­zung und eine Stim­me in der Berufs­po­li­tik, um Ände­rung her­bei­zu­füh­ren.

Arbeitszufriedenheit deutscher Tierärzt:innen unter dem Niveau internationaler Kolleg:innen und Akademiker:innen

Ins­ge­samt zeigt die Stu­die eine mäßi­ge Arbeits­zu­frie­den­heit bei den Teil­neh­men­den. Sie lag im Durch­schnitt bei 62 von 100 mög­li­chen Punk­ten und liegt damit auf dem Niveau der Gesamt­be­völ­ke­rung (Lin­cke et al., 2021).

Ande­re Stu­di­en in Deutsch­land, die das glei­che Mess­in­stru­ment ein­ge­setzt haben, ermit­tel­ten für Zahnärzt:innen einen Durch­schnitts­wert von 75 und für Hausärzt:innen von 77 bzw. 79 (Beu­tel et al., 2023; Göbel et al., 2022).

Gründe für Unzufriedenheit

Unzu­frie­den waren vie­le Teil­neh­men­de mit:

  • der Art und Wei­se, wie ihre Fähig­kei­ten genutzt wer­den,
  • den Kar­rie­re­per­spek­ti­ven,
  • dem Gehalt,
  • dem Manage­ment.

Dage­gen waren die Befrag­ten über­wie­gend zufrie­den mit dem Team und den kör­per­li­chen Arbeits­be­din­gun­gen.

Unterschiede zwischen Corporates und inhabergeführten Praxen

Mitarbeiter:innen in unter­neh­mens­ge­führ­ten Tier­arzt­pra­xen:

  • leis­ten mehr Über­stun­den,
  • haben eine gerin­ge­re Arbeits­zu­frie­den­heit,
  • kön­nen sel­te­ner Pau­sen ein­hal­ten.

Obwohl dort das ver­trag­li­che Gehalt teil­wei­se höher war, ver­schwand die­ser Vor­teil unter Berück­sich­ti­gung der tat­säch­lich geleis­te­ten Arbeits­zeit.

Tierärzt:innenmangel oder systematisches Verkennen von Ursache und Wirkung?!

Zentrale Ergebnisse der Studie

Die Stu­die macht deut­lich, dass die Erhö­hung der GOT nicht dazu geführt hat, dass das Gehalt von ange­stell­ten Tierärzt:innen über­pro­por­tio­nal gestie­gen ist.

Trotz des ver­gleichs­wei­se gerin­gen Ver­diens­tes zei­gen ange­stell­te Tierärzt:innen eine hohe Leis­tungs­be­reit­schaft, indem sie Über­stun­den leis­ten und auch im Not­dienst für ihre Patient:innen da sind.

Lei­der füh­ren vor allem feh­len­de Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten und das Gehalt zu Unzu­frie­den­heit. Zudem zei­gen sich nach wie vor Pro­ble­me bei der Dienst­plan­ge­stal­tung und der Ein­hal­tung des Arbeits­zeit­ge­set­zes.

Folgen für den Berufsstand

Ande­re Stu­di­en haben bereits gezeigt, dass die Arbeits­be­din­gun­gen wesent­lich zur Ent­ste­hung psy­chi­scher Erkran­kun­gen und einer Abwan­de­rung aus dem Beruf bei­tra­gen (Pohl et al., 2022; Ryan et al., 2022; Schwerdt­fe­ger et al., 2024).

Dadurch ver­schärft sich der Fach­kräf­te­man­gel, sodass die glei­che Arbeits­be­las­tung auf immer weni­ger Schul­tern ver­teilt wird.

BaT Empfehlungen für die Arbeitgebenden und die Branche insgesamt

Forderungen für die Zukunftsfähigkeit der Branche

Die Autor:innen der Stu­die for­dern zum Erhalt der Zukunfts­fä­hig­keit der Bran­che:

  • höhe­re Gehäl­ter (sie­he BaT-Stan­dards),
  • stren­ge­re Ein­hal­tung des Arbeits­zeit­ge­set­zes,
  • bes­se­re Dienst­pla­nung,
  • mehr Per­so­nal zur Ermög­li­chung des Not­diens­tes,
  • stär­ke­re Unter­stüt­zung von Fami­li­en durch Teil­zeit­mo­del­le,
  • gerech­te­re Bezah­lung von Frau­en,
  • bes­se­re Füh­rung und Mit­ar­bei­ter­ge­sprä­che.

Tarifverträge als Teil der Lösung

Alle genann­ten Punk­te – ins­be­son­de­re auch die rechts­kon­for­me Aus­ge­stal­tung von Diens­ten über 8 Stun­den hin­aus, die Sicher­stel­lung der tier­ärzt­li­chen Ver­sor­gung außer­halb der regu­lä­ren Sprech­zei­ten sowie die Erhö­hung der Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ten­den – kön­nen unter Nut­zung von Tarif­ver­trä­gen erreicht wer­den.

Erneut bie­tet sich der BaT als rei­ne Arbeit­neh­men­den­ver­tre­tung in der Tier­me­di­zin als Gesprächs- und Ver­hand­lungs­part­ner für Tarif­ver­trä­ge für Tierärzt:innen an – denn nur gemein­sam kön­nen wir die tier­ärzt­li­che Ver­sor­gung sicher­stel­len.

Weiterführende Informationen zur BaT-Studie 2025

Die voll­stän­di­gen Ergeb­nis­se der Stu­die fin­den Sie im Fach­ar­ti­kel der Zeit­schrift vete­ri­na­ry sci­en­ces (Vet. Sci. 2026, 13.5).


Zum Ori­gi­nal­ar­ti­kel

Quellen

Beu­tel, T.; Koest­ner, C.; Wild, P.S.; Mün­zel, T.; Beu­tel, M.E.; Lack­ner, K.J.; Pfeif­fer, N.; Nüb­ling, M.; Becker, J.; Let­zel, S. Burn­out, self-rated gene­ral health and life satis­fac­tion among tea­chers and other aca­de­mic occu­pa­tio­nal groups. Front. Public Health 2023, 11, 1209995.

Göbel, J.; Schmidt, M.; Seif­ried-Dübon, T.; Lin­den, K.; Degen, L.; Rind, E.; Eilerts, A.-L.; Pie­per, C.; Grot, M.; Wer­ners, B.; et al. Hig­her Work-Pri­va­cy Con­flict and Lower Job Satis­fac­tion in GP Lea­ders and Prac­ti­ce Assistants Working Full-Time Com­pared to Part-Time: Results of the IMPRO­VE­job Stu­dy. Int. J. Envi­ron. Res. Public Health 2022, 19, 2618.

Lin­cke, H.J.; Vom­stein, M.; Lind­ner, A.; Nol­le, I.; Häber­le, N.; Haug, A.; Nüb­ling, M. COPSOQ III in Ger­ma­ny: Vali­da­ti­on of a stan­dard instru­ment to mea­su­re psy­cho­so­cial fac­tors at work. J. Occup. Med. Toxi­col. 2021, 16, 50.

Pohl, R.; Botscha­row, J.; Böckel­mann, I.; Thiel­mann, B. Stress and strain among vete­ri­na­ri­ans: A sco­ping review. Ir. Vet. J. 2022, 75, 15.

Ryan, E.G.; Beat­ty, S.H.; Gray, E.; Field, N.; Lis­ton, R.; Rho­des, V.; Don­lon, J. Fac­tors affec­ting reten­ti­on of vete­ri­na­ry prac­ti­tio­ners in Ire­land: A cross-sec­tion­al stu­dy with a focus on cli­ni­cal prac­ti­ce. Ir. Vet. J. 2022, 75, 13.

Schwerdt­fe­ger, K.; Glaes­mer, H.; Bahr­am­sol­ta­ni, M.; High over­com­mit­ment and low reward as poten­ti­al pre­dic­tors for increased depres­si­ve sym­ptoms, sui­ci­dal ide­a­ti­on, and sui­ci­de risk in Ger­man vete­ri­na­ri­ans. Plos One 2024, 19.

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